AK-X

Monatsupdate Dezember

AK-X

Nach Erhalt der letzten Teile für das Bugfahrwerk stand diesen Monat der Einbau der Fahrwerke in den Rumpf an. Da es sich hier ja um einen Prototypen handelt und wir im vorhinein die Fahrwerkskastenöffnung bewusst zu klein gelassen haben, waren noch einige Anpassungsarbeiten nötig. Diese sind nun alle abgeschlossen. Das Ausfahren mithilfe der Hydraulik wird hier der nächste Schritt sein, mit dem dann die Fahrwerke komplett fertig sind!

Die Schweißteile, die noch in Stuttgart beim Luftfahrtschweißer lagen, wurde abgesehen von den vorderen Knickstreben alle geschweißt. Als nächstes kann man somit das Hauptfahrwerk ebenfalls einbauen. Mit dem fertig geschweißten Steuerknüppel konnte nun die gesamte Hauptsteuerung zusammengeschraubt werden. Lediglich die Frästeile der Mischerplatten werden aktuell noch gefertigt bei einem Unternehmen.

Die Vertiefungen der Ruderunterseiten sind fertig gespachtelt und wir warten hier nun auf die Fertigstellung der Lackierung der Tragflächen. Das zweite Seitenruder mit integrierter Funkantenne wurde gebaut, anschließend wurden beide Teile besäumt. Am Ende des Jahres lässt sich zusammenfassen, dass im Jahr 2024 der Fortschritt an der AK-X wirklich gut war. Jetzt gibt es eigentlich gar nicht mehr so viel zu tun, bis das Flugzeug flugfertig ist!

Twin-Projekt

Im Dezember wurden trotz Winterwartung gute Fortschritte erzielt. Zahlreiche Schäftstellen am Rumpf wurden eingeschliffen und am oberen SR-Scharnier sowie an der Pedalverstellung weitergearbeitet. HLW und HR wurden vermessen und erfolgreich zueinander angepasst. Für die Vermessung der Einstellwinkeldifferenz zwischen HLW und Flächen wurden Lehren gefertigt. Der letzten Monat angekündigte Rohaufbau des Fliegers hat sich als arbeitsintensiv erwiesen, da die Schäftstellen an den rumpfseitigen QK-Buchsen breiter und dicker sind, als die originale Kontur und daher die Flächen durch iterative Steckversuche und Bearbeiten der Flächenschalen per Dremel angepasst werden mussten. Zudem wurden die QK-Rohre ausgebaut, gesäubert und gefettet, um ein einfacheres (wenn auch immer noch schweres) Einstellen dieser zu ermöglichen. Nach Anläufen an drei verschiedenen Tagen, ist es schließlich zum Jahresende am 30.12. gelungen, beide Flächen zu stecken und alle 4 Anschlüsse zu verriegeln. Damit konnten wir 2024 mit einem wichtigen Meilenstein zu beenden!

Flugplatz

Wie ein Phönix aus der Asche…

…So die NZ aus dem Schleifstaub

Die Akaflieg Karlsruhe kann sich bereits Anfang 2021 über viele Erfolge und Premieren freuen. Eine von ihnen ist der langersehnte Erstflug unseres „Flicken-Twins“.

Am 10.04.2021 war es so weit: Der Twin der Akaflieg Karlsruhe konnte endlich zu seinem ersten Flug bei uns starten.

Das Projekt startete im Sommer 2019. Auf Segelflug Kleinanzeigen entdeckten einige Akaflieger ein günstiges Angebot: Teile von insgesamt drei Flugzeugen des Typs Twin II waren zu einem niedrigen Preis in Dänemark zu verkaufen. So begann das Projekt. Aus den Teilen sollten wieder zwei flugfähige Twins werden.

Das erste Flugzeug entstand aus einem Rumpf, der eine Außenlandung im Wasser hinter sich hatte. Die Flächen dieses Fliegers waren bei der Landung sehr stark beschädigt worden. So wurden sie übergangsweise durch Flächen eines anderen Twins ersetzt. Aus der für eine eher kurze Zeitspanne angedachten Reparatur von kleinen Schäden am Rumpf wurde dann am Ende eine komplette Überholung des ganzen Rumpfs. Nach über anderthalb Jahren und fast 2000 investierten Arbeitsstunden konnte der Twin nun im April endlich wieder fliegen.

Das Aufbauen gestaltete sich noch recht holprig, da die Handgriffe noch nicht so gewohnt waren wie bei den anderen Flugzeugen des Flugparks. Mittags konnte trotz dieser Schwierigkeiten gestartet werden.

Im F-Schlepp startete der Twin in Rheinstetten. Pilot Dominic „Pöppi“ Pöppe hatte sich gut vorbereitet, und so wurde der „XNZ“ (heute D-8122) direkt im ersten Flug an seine Grenzen geflogen. Dazu war vorher extra provisorisch ein G-Messer eingebaut worden. Natürlich gab es noch kleinere Mängel. Doch vieles konnte schon während des Flugbetriebs behoben werden. Direkt nach dem Erstflug wurde der Twin für Überprüfungsstarts eingesetzt. Wie auch in anderen Vereinen hatte unsere Saison gerade erst begonnen.

Mittlerweile ist er fester Bestandteil des Karlsruher Flugzeugparks und wird vor allem in der Schulung eingesetzt. Die Mitglieder sind trotz anfänglicher Bedenken sehr überzeugt von dem Doppelsitzer und wissen seine Vorzüge nun sehr zu schätzen.

Sogar die erste A-Prüfung wurde schon auf unserem neuen Doppelsitzer absolviert. Auch erste kleinere Überlandflüge waren dieses Jahr schon möglich. Alles in allem also ein voller Erfolg für die Akaflieg Karlsruhe.