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AK-11

Monatsupdate März/April

AK-X

Weiter ging es bei den Seitenrudern, in welches die Einbauteile eingeklebt und verklebt wurden. In das rechte Seitenruder wurde dabei auch direkt die Funkantenne integriert. Nach dem Entformen hat sich herausgestellt, dass man sich bei der Überschlagsrechnung für die Seitenruder etwas verrechnet hatte. Statt 1,5kg inkl. Massenausgleich wiegen die Ruder nun 1,2kg inklusive Massenausgleich. Diese sind also zum Glück leichter geworden, als gedacht.
Damit hat sich der Seitenruderneubau auf jeden Fall gelohnt, da sich dadurch die Zuladung um circa 10kg erhöht hat.

Aufgrund des geringen Radstandes wurde eine Spureinstellung in das Hauptfahrwerk integriert. Damit ist es möglich, Bauungenauigkeiten auszugleichen. Dafür wurde die AK-X auf einer asphaltierten Fläche mit geringen Unebenheiten aufgebaut. Es stellte sich heraus, dass man die Achse nur um 0,2° verdrehen muss, um einen perfekten Geradeauslauf zu erreichen.

Für den Belastungsversuch der Fahrwerke wurden die Gestelle geschweißt. Mit der Dämpfereinspannung konnte ein erster quasistatischer Test von den Bugfahrwerksdämpfern durchgeführt werden. Daraufhin wurde die Schaumpackung nochmal geändert, sodass die Dämpfer nun eine höhere Steifigkeit besitzen.

Die digitale Trimmungsanzeige wurde gefertigt und die gesamte Trimmung mit dem neuen Motor getestet. Das sieht soweit auch sehr gut aus.

Bei den Nachweisen wurden zum einen die analytische Berechnung der Steuerung im Flügel und Winglet fertiggestellt. Zusätzlich wurden Belastungsversuche an Gepäckfach, Batterien, I-Pilz, etc. durchgeführt. Im Flügel befinden sich an manchen Stellen Eigenbaulinearlager, ähnlich, wie sie auch bei anderen Segelflugzeugen verwendet werden. Aufgrund der Rückpfeilung fungieren diese Lager aber nicht nur als Knickschutz der Steuerstange sondern erfahren radiale Kräfte. Somit wurde hier noch ein Belastungsversuch durchgeführt und die Freigängigkeit geprüft. Die ganzen Dokumente zu diesen Bauteilversuchen wurden ebenfalls fertiggestellt und sind vom LBA akzeptiert.

Als nächstes stehen jetzt noch Steuerungsbelastungsversuch und Fahrwerksbelastungsversuch sowie die Einreichung der analytischen Rechnung der Rumpfsteuerung aus, um den Festigkeitsabschnitt komplett abzuschließen.

AK-11

1. Projektfortschritt

Der Bau des Windkanalmodells schreitet in großen Schritten voran. Alle Schalen wurden mittlerweile infiltriert (Ober- und Unterschale von Flosse und Ruder) und zum verkleben passend zugeschliffen. Auch die Einbauteile sind weitgehend konstruiert und fertiggestellt. Die Setzhilfen für diese befinden sich derzeit noch in den letzten Zügen. Sobald diese ebenfalls gefertigt sind, kann das Einkleben des Innenausbaus erfolgen.

Mitte Mai soll das Windkanalmodell vollständig verklebt und bereit für das Finishen sein. Ab dem 08.06. finden anschließend die Messungen im Laminarwindkanal der Universität Stuttgart statt. Da das Windkanalmodell jedoch bereits eine Woche vorher in Stuttgart sein soll, darf keine Zeit vergeudet werden.

2. Öffentlichkeitsarbeit

Schulkooperation – Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen

Die Kooperation mit der Ehrhart-Schott-Schule in Schwetzingen wurde erfolgreich abgeschlossen. Nach einer Einführungsveranstaltung Mitte Februar wurde gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der zwölften Klasse in drei weiteren Terminen ein kleines Flügelprofil laminiert.

Am 16.04. fand schließlich die Abschlussveranstaltung am KIT statt. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in unsere Werkstatt am Campus West, bevor es zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa ging. Zum Anschluss konnten Sie im Rahmen einer KIT Führung das Institut für Strömungsmechanik sowie das Institut für Thermische Strömungsmaschinen noch etwas näher kennenlernen.

Girls Day am KIT

Am 23.04. fand der Girls’ Day am KIT statt. Der Girls’ Day ist ein einmal im Jahr stattfindender Aktionstag, der Mädchen und Frauen motivieren soll, Berufe aus den Bereichen Handwerk, Technik, Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Forschung zu ergreifen.

Auch wir haben in diesem Rahmen einen Workshop angeboten, um Schülerinnen für Technik und natürlich insbesondere für die Luftfahrt zu begeistern. In einem 3,5-stündigen Workshop wurden gemeinsam die Grundlagen des Fliegens sowie des Segelflugzeugbaus erarbeitet. Anschließend durften die Teilnehmerinnen im alter zwischen 12 und 15 Jahren aus Balsaholz ihre eigenen Flugzeuge zusammenstecken, bemalen und auf der Wiese vor dem Audimax Hörsaal testen. Dabei ging es vor allem darum, den Schwerpunkt des Flugzeugs zu bestimmen und zu untersuchen, wie sich unterschiedliche Schwerpunktlagen auf die Flugeigenschaften auswirken.

Aero Messe

Auch auf der Aero Messe in Friedrichshafen war die Akaflieg am Stand des Stuttgarter Instituts für Aerodynamik und Gasdynamik (IAG) vertreten und präsentierte in diesem Ramen den Demonstrator der AK-11.

AK-11

Monatsupdate Januar/Februar

AK-X

Der Januar war stark von Vorbereitungen für das Rollout geprägt. Vom Videodreh für den Rollout-Movie – welcher inzwischen auf YouTube veröffentlicht ist – über Vorbereitungen der Vortäge und der AK-X selbst. Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Die Rückmeldung der Gäste war sehr gut! Vielen Dank an alle, die beim Event mitgeholfen haben sowie an alle Akaflieg-Generationen vor uns, die durch ihre Arbeit die AK-X überhaupt erst in dieses Stadium gebracht haben. Die nächste, noch bessere Veranstaltung wird dann der Erstflug. Das dauert aber noch ein bisschen…

Nach dem Rollout ging es dann eigentlich auch direkt weiter mit den Arbeiten an der AK-X. So wurden zum Beispiel die Flächenrädchen lackiert und die Befestigung davon an die Winglets geklebt.
Ein offener Punkt sind noch die Seitenruder: Ein Ergebnis des Standschwingversuchs war, dass die Seitenruder massenausgeglichen werden müssen. Die aktuellen Seitenruder sind nicht besonders auf Leichtbau optimiert und besitzen vor allem eine große Rücklastigkeit. Deswegen wurde die Konstruktion geändert: Das Bruchruder wurde bereits letztes Jahr gebaut, aber aufgrund des Rollouts erstmal nach hinten verschoben. Nun wurde ein Bruchversuch durchgeführt, bei dem die gemessene Sicherheit des Bruchruders von 3,3 bestimmt wurde. Daraufhin wurden die Formen aus Ureol bei der Akaflieg Stuttgart gefräst. Die Schalen sind jetzt alle eingelegt und die Einbauteile wie die Anlenkungsrippe, Scharniere oder Massenausgleich gebaut.

Die Anzeige der Trimmung wurde von einer rein mechanischen Anzeige auf eine digitale Anzeige geändert. Der Grund dafür liegt in beengten Platzverhältnissen für die Verlegung des Bowdenzuges für die mechanische Anzeige. Der Trimmungsschlitten, welcher durch einen neuen Trimmungsmotor geändert werden musste, wurde aus Metall gefertigt.

Ein anderes Problem sind aktuell die Dämpfer des Bugfahrwerkes, welche immer noch im Stillstand zu viel einfedern. Um die Packung aus Schaum anzupassen, wurde eine Einspannung für eine Prüfmaschine gebaut. Damit kann dann quantitativ bestimmt werden, was die optimale Packung ist.

Ein ausstehender Versuch, welcher für den Erstflug notwendig ist, ist der Fahrwerksbelastungsversuch. Diesen werden wir jetzt beim DLR in Stuttgart am Institut von Struktur und Design durchführen. Damit kann dann die Energieaufnahme der Dämpfer und die Festigkeit der Fahrwerke nachgewiesen werden.
Bei den Nachweisen wurde auch das Übersichtsdokument für den Festigkeitsabschnitt eingereicht. Damit haben wir jetzt 2/3 aller notwendigen Paragraphen für den Erstflug bearbeitet. Es geht also an allen noch offenen Baustellen voran und Richtung Erstflug.


AK-11

Projektfortschritt

Die Vorbereitungen für das Windkanalmodell schreiten weiter voran. Der Termin im Laminarwindkanal der Universität Stuttgart hat sich jedoch um einen Monat nach hinten verschoben und ist nun für Anfang Juni angesetzt. Parallel dazu wird das Profil aktuell weiter optimiert. Ziel ist es, ein vollständig eigenentwickeltes Profil im Windkanal vermessen zu können. Die Fertigung der Formen ist für Mitte März geplant. Der eigentliche Baubeginn des Windkanalmodells ist für Anfang April vorgesehen.

Im Bereich Struktur wurde die Flügelstruktur im Rahmen der Masterarbeit von Jan Santosa weiter vertieft untersucht. Dabei stehen insbesondere strukturelle Auslegung, Steifigkeitsanforderungen sowie konstruktive Detailfragen im Fokus. Die Ergebnisse fließen direkt in die weitere Auslegung des Flügels ein. Im aktuellen Stand wurde die Grunddefinition des Flugzeugs mit einer vorläufigen Flügelgeometrie, sowie die Bestimmung der Steifigkeiten und der Massen durchgeführt. Mit den in der Bauvorschrift angegebenen Geschwindigkeiten und die verschiedenen Massenkonfigurationen und Klappenstellungen war es möglich, die Definition aller Lastfälle, insgesamt 792, durchzuführen. Dies wird gefolgt von der Bestimmung der Schnittlasten in den Flügelkomponenten und mittels Weggrößenverfahren der Lasten an den Lagern der Nasenklappe und Scharnieren der Wölbklappen.

Im Rahmen der Masterarbeit von Jakob Matschiner werden aktuell mehrere Konzepte zur Ansteuerung der Vorderkantenklappe zusammen mit den Wölbklappen und Querrudern ausgearbeitet und systematisch evaluiert.

Ein wesentlicher Meilenstein für die zukünftigen Konstruktionsarbeiten ist das Sponsorship von Dassault Systèmes. Im Rahmen dieser Kooperation haben wir vollen Zugriff auf die 3DEXPERIENCE-Plattform erhalten. Künftig können sämtliche Entwicklungs- und Konstruktionsarbeiten in einer durchgängigen CAD-Umgebung mit integriertem Product-Data-Management (PDM) durchgeführt werden.

Öffentlichkeitsarbeit

Erste Vorstellung der AK-11 beim Rollout der AK-X

Ende Januar wurde die AK-11 im Rahmen des Rollouts der AK-X erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt. Vor rund 700 Gästen konnten wir das neue Projekt präsentieren und einen Ausblick auf die Zukunft der Akaflieg Karlsruhe geben. Das Interesse war sehr groß und das Feedback durchweg positiv.

Schulkooperation – Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen

Die Kooperation mit der Ehrhart-Schott-Schule in Schwetzingen ist erfolgreich gestartet. Am 12.02. fand eine Einführungsveranstaltung statt, bei der die Akaflieg sowie das geplante Bauprojekt vorgestellt wurden. Am 26.02. begann anschließend die praktische Bauphase. In drei Etappen laminieren die Schülerinnen und Schüler der zwölften Klasse ein kleines Flügelprofil. Ziel der Kooperation ist es, praxisnahe Einblicke in Faserverbundtechnik, aerodynamische Grundlagen und konstruktive Prinzipien zu vermitteln. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Präsentationsveranstaltung am KIT Mitte April, bei der die erarbeiteten Ergebnisse vorgestellt werden.

AK-X

Enthüllung der AK-X

Bild: © Daniela Di Maio, KIT

Am 23.01.2026 konnten wir nach über 15 Jahren Projektdauer und tausenden Stunden Projektarbeit endlich die AK-X im Gerthsen-Hörsaal des KIT der Öffentlichkeit präsentieren. Nach einem Grußworten des KIT Vizepräsidenten Dr. Schwartze, des Landtagsageordneten Herrn Salomon, sowie des stellvertretenden KSB-Stiftungsvorsitzenden Dr. Warth und des DAeC-Präsidenten Claus Cordes folgte eine Einführung in die Arbeit der Akafliegs in Deutschland und ihren besonderen Stellenwert in der Luftfahrtentwicklung sowie in der Ausbildung von Ingenieur*innen und Wissenschaftler*innen zur Bewältigung zukünftiger Herausforderungen.

Zu Beginn der Veranstaltung lässt sich bereits grob erahnen was der Abend mit sich bringen wird.

Neben der AK-X stand an diesem Abend auch das neue Projekt der Akaflieg Karlsruhe, die AK-11, im Rampenlicht. Das Nachfolgeprojekt der AK-X wurde im Rahmen des Programms präsentiert und die Besonderheiten der Neuentwicklung sowie des innovativen Konzepts vorgestellt. Die über 700 Gäste konnten im Anschluss einen Einblick in die Herausforderungen und Meilensteine des AK-X-Projekts durch unsere aktuellen und ehemaligen Projektleiter erhalten. Den Höhepunkt des Abends stellte schließlich die Enthüllung der AK-X dar.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Programms gab es für alle Anwesenden die Möglichkeit, das Flugzeug aus nächster Nähe zu betrachten und bei einem geselligen Abend mit unseren Mitgliedern ins Gespräch zu kommen.

Besonderer Dank gilt unseren Sponsoren und Unterstützern, die uns über den gesamten Projektzeitraum begleitet haben, sowie allen unseren Gästen, die diesen Abend für uns zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben und sich von unserer Begeisterung für das Projekt haben anstecken lassen!

Großer Andrang um die AK-X nach der Enthüllung

AK-11

Monatsupdate November/Dezember

AK-X

Die Vorbereitungen für das Rollout laufen. Damit 23.01. auch ein fertiggestelltes Flugzeug präsentiert werden kann, wurde an unterschiedlichen Baugruppen gearbeitet.

Die Bremsklappensteuerung wurde bisher etwas zurückgestellt, da für den Standschwingversuch die Bremsklappensteuerung keinen signifikanten Einfluss besitzt. Aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse im vorderen Rumpfbereich, gibt es an ein paar Stellen gewisse Herausforderungen. Hier wurden nun die fehlenden Bauteile und Führungen eingeklebt und lackiert. Ein paar Metallteile fehlen noch, aber sobald diese fertig sind, kann die Bremsklappe mit Flügel getestet werden.

Zum Anderen wurde die Betätigung der Wölbklappe auf eine Wälzllagerung umgestellt und damit auch fertiggestellt. Nun ist die Betätigung schön leichtgängig, so kann man damit fliegen.

Ein relativ langwieriger Prozess war das Anpassen der Steuerungsverkleidungsteile. Bei der AK-X ist die Steuerung eigentlich überall und muss vor Fremdkörpern und Dreck geschützt werden. Dafür wurden Gewinde eingeklebt und anschließend lackiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Auswertung des Standschwingversuches wurde im Rahmen der Bachelorarbeit von Vincent Löffler fertiggestellt. Die Ergebnisse hieraus sehen alle ziemlich vielversprechend aus.
Eine Erkenntnis daraus ist, dass die Seitenruder massenausgeglichen werden müssen. Die Ruder im horizontalen Flügelteil wurden leicht genug gebaut und müssen nicht ausgeglichen werden. Die Steifigkeit des Flügels entspricht circa den ursprünglichen Annahmen. Nach dem Ausgleich der Seitenruder deutet alles darauf hin, dass wir mit der maximalen Fluggeschwindigkeit zufrieden sein können. Also alles in allem wirklich ein sehr gutes Ergebnis!

Der Massenausgleich der Seitenruder ist jedoch ein bisschen schwierig. Wir hatten erwartet, dass das Seitenruder flattertechnisch unkritisch sei und hierbei eine sehr konservative Bauweise gewählt. Ein Massenausgleich würde pro Ruder 1,5kg betragen. Durch die Position der Seitenruder am Flugzeugende müsste diese Masse im vorderen Rumpfteil mit 9kg ausgeglichen werden. Die AK-X ist bereits jetzt schon recht schwer. Deswegen wurde eine neue Bauweise der Seitenruder für ein Bruchruder aus Aramid konstruiert und gebaut. Hier ist jetzt noch der Bruchversuch ausstehend, um zu überprüfen, dass das Ruder mit deutlich reduziertem rücklastigen Moment genug aushalten kann.

Das Rollout rückt näher und es wird voraussichtlich nochmal stressig. Damit sich der Aufwand auch lohnt, würden wir uns sehr freuen, euch alle beim Rollout am 23.01.2026 um 19 Uhr im Gerthsen Hörsaal des KIT zu sehen!


AK-11

In den vergangenen Wochen wurden die Arbeiten In den vergangenen Wochen wurden die Arbeiten am Demonstrator vollständig abgeschlossen. Er steht nun in einer eigens für ihn konstruierten Halterung, wodurch die gekoppelten Klappenausschläge gut sichtbar sind.

Parallel dazu wurden weitere Tests zum Aufbau des Biegelaminats durchgeführt, das später im Windkanalmodell und anschließend auch im finalen Prototypen eingesetzt werden soll. Diese Versuche dienten vor allem dazu, geeignete Materialien und Fertigungsschritte zu erproben. Darüber hinaus laufen die Vorbereitungen für den Bau des Versuchsholms weiter. Der Start der Arbeiten ist für Januar geplant, wobei der Fokus insbesondere auf der Evaluation der Fertigungsweise liegt.

Auch die Vorbereitungen für das Windkanalmodell, das im Mai 2026 im Laminarwindkanal an der Uni Stuttgart vermessen werden soll, wurden fortgesetzt. Während sich das Profil derzeit noch in der Optimierung befindet, laufen parallel bereits organisatorische sowie technische Vorbereitungen für den späteren Aufbau des Modells.

Neben den technischen Arbeiten wurde das Projekt auch verstärkt nach außen präsentiert. Es wurden umfangreiche Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt. Dazu zählt die Anmeldung zur Teilnahme am Girls‘ Day im April des kommenden Jahres sowie die Konkretisierung einer Schulkooperation. Darüber hinaus fanden die Dreharbeiten für das Projektvideo statt, das im Januar auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht werden soll. Das Video stellt das Projekt, seine Ziele und Herausforderungen sowie den aktuellen Projektfortschritt vor.

AK-X

Einladung zur Enthüllung der fertigen AK-X

Die Akademische Fliegergruppe am KIT lädt alle Interessierte herzlich zur Enthüllung ihres fertiggestellten Nurflügel-Segelflugzeugs AK-X ein!

Nach knapp zehn Jahren Bauzeit ist die AK-X fertiggestellt. Durch die Einsparung umströmter Flächen soll der Luftwiderstand deutlich reduziert und damit die Flugleistung gesteigert werden. Die AK-X ist das modernste Nurflügel-Segelflugzeug und findet weltweit Beachtung.

Nachdem dieser grundlegend neue Entwurf zunächst mit Modellflugzeugen iterativ verbessert wurde, befindet sich der personentragende Prototyp seit 2016 im Bau. Weitere Informationen zum Projekt finden sich hier. Das fertige Flugzeug präsentieren wir im Rahmen dieses Rollouts erstmals der Öffentlichkeit. Nach Abschluss letzter Zulassungsarbeiten erwarten wir den Erstflug im Jahr 2026.

Datum:23.01.2026
Ort:Christian-Gerthsen Hörsaal
Gebäude 30.21
Engesserstraße 9
76131 Karlsruhe
Beginn:ab 18:00 Uhr: begleitende Ausstellung
ab 19:00 Uhr: Beginn des offiziellen Programms

Ab 18:00 Uhr findet bereits eine begleitende Ausstellung zur Projektgeschichte statt, in der unter anderem auch alle noch existierenden Modellflugzeuge zu sehen sein werden. Ebenso präsentieren wir das Nachfolgeprojekt AK‑11, das im Rahmen der Luft‑ und Raumfahrtstrategie des Landes Baden‑Württemberg gefördert wird.


Die Akademische Fliegergruppe am KIT betreibt in fast 100-jähriger Tradition rein studentische und ehrenamtlich organisierte Luftfahrtforschung. Schwerpunkte ihrer Projektarbeit sind die Konstruktion, der Bau und die Erprobung von Segelflugzeugen.

AK-X

Monatsupdate September/Oktober

AK-11


Der Bau des Demonstrators ist so gut wie abgeschlossen. Alle Komponenten der Steuerung wurden erfolgreich integriert, und beide Schalenhälften sind inzwischen miteinander verklebt. Die Seiten wurden besäumt, und auch das Ruder ist bereits montiert.

Abschließend wurde das zuvor gefertigte Biegelaminat aus Glasfasern eingeklebt. Dieses schließt den Spalt zwischen der Vorderkantenklappe (VKK) und dem Hauptflügel.

Die Kinematik mit der Bogenführung funktioniert gut: Trotz des stark begrenzten Bauraums findet sie ausreichend Platz und ermöglicht – wie erhofft – eine leichtgängige und nahezu spielfreie Übertragung der Bewegung.

Nun steht noch das Finishing mit Spachtelarbeiten, Füller und der abschließenden Lackierung an.
Auch bei der Auslegung der Aerodynamik und der Struktur gibt es spürbare Fortschritte.

Aktuell ist geplant, dass die Vorderkantenklappe und die innere Wölbklappe gemeinsam angesteuert werden – wie es auch im Demonstrator bereits umgesetzt ist. Die äußere Wölbklappe und das Querruder sollen ebenfalls über eine gemeinsame Steuerstange betätigt werden.

Für weitere Informationen und detaillierte Einblicke in das Projekt dürft ihr euch auf ein bald erscheinende YouTube-Video freuen!

AK-X


In den letzten beiden Monaten wurde die Innenlackierung der AK-X fertiggestellt. Der Rumpf wurde anschließend wieder zum Finish gegeben und wurde jetzt Ende Oktober fertig. Zusätzlich kamen die Innenraumlederverkleidungen an. Dazu zählen Seitentaschen, Sitzkissen und Kopfstütze. 

Der Rumpf der AK-X mit lackiertem Innenraum

Damit das Flugzeug auch beim Transport unversehrt bleibt, laufen aktuell einige Verbesserungen an der Rumpfbefestigung und anderen Hängerausbauten.

Nebenbei wurden Kleinigkeiten wie das Flächenrädchen konstruiert oder die Wölbklappenbetätigung von Gleitlager auf Wälzlagern umkonstruiert.

Die angesprochenen angefangenen Nachweise wurden auch fertiggestellt. Es fehlen für die Antragsstellung der VVZ nun noch ein Belastungsversuch der Fahrwerke, der Steuerungsbelastungsversuch und die Nachweisrechnung der Steuerung in Rumpf und Flügel/Winglets. Die Berechnung der Wölbklappensteuerung, Höhen- und Querrudersteuerung und Seitenrudersteuerung im Rumpf sind hierbei bereits abgeschlossen.
Aktuell haben wir von den Paragraphen der Zulassung 45% bereits eingereicht und auch vom LBA akzeptiert. Die ausstehenden Festigkeitsnachweise sind jedoch schon auch ein bisschen aufwendiger.

Die Planungen und Vorbereitungen für den Steuerungsbelastungsversuch und Fahrwerksbelastungen gemeinsam mit der Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine laufen bereits. Darauf kann man sich schon freuen!

AK-X

Belastungsversuch: Bugkupplung AK-X

Was ist eine Bugkupplung und warum wird sie getestet?

Wie auch andere Segelflugzeuge besitzt auch die AK-X eine Schleppkupplung, über die das Flugzeug
beim F-Schlepp mit dem Schleppseil und somit dem Schleppflugzeug verbunden wird. Eine Schwerpunktkupplung ist jedoch zunächst nicht vorgesehen, da das Windenstartverhalten bei Nurflüglern etwas komplizierter ist als bei Flugzeugen der Standardkonfiguration.

Um sicherzustellen, dass die Struktur diese Belastungen sicher trägt, wird ein sogenannter Bugkupplungsbelastungsversuch durchgeführt. Dabei werden alle typischen Lastfälle simuliert, die im realen Betrieb auftreten können und von der Zulassung vorgegeben werden. Das Ziel ist der Nachweis der strukturellen Festigkeit der Bugkupplungsbefestigung und Funktionssicherheit des Kupplungsmechanismus auch unter maximaler Belastung.

Der Nachweis ist für einen Erstflug notwendig.

Im Vordergrund: Hydraulikzylinder mit Wegaufnehmer und Kraftmessdose.
Im Hintergrund: AK-X im Belastungsgestell.

Der Versuch an der AK-X

Die Versuchsreihe besteht aus mehreren Belastungsfällen, die wegkontrolliert durchgeführt werden:

VersuchsfallSoll-LastBeschreibung
1.a6.600 NAusklinkversuch (Funktionsprüfung der Kupplung)
1.b10.521 NQuasistatischer Versuch, Ausgangslage
210.521 NQuasistatischer Versuch, 20° Vorwärtsneigung
310.521 NQuasistatischer Versuch, 40° Neigung, umgedreht
410.521 NQuasistatischer Versuch, 30° gedrehte Ausgangslage
55.395 NQuasistatischer Versuch, 90° gedrehte Ausgangslage

Aufbau und Durchführung

Wie bereits beim Winglet-Bruchversuch konnten wir auch bei diesem Versuch auf die Unterstützung durch die „Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine“ zählen.

Für den Versuch wird der Rumpf der AK-X in das Belastungsgestell eingespannt. Dieses wurde bereits für den Rumpfbelastungsversuch im letzten Jahr verwendet. Durch Drehen dieser Vorrichtung kann die Belastungsrichtung variiert werden. Auch der Belastungswinkel kann dabei variiert werden, um unterschiedliche Start- und Flugzustände nachzustellen.

Versuchaufbau für 30° seitliche Richtung

Zur Aufbringung der Kraft kommt ein Hydraulikzylinder mit Kraftmessdose zum Einsatz. Durch einen Wegaufnehmer am Hydraulikzylinder kann genau und kontrolliert die entsprechenden Kräfte aufgebracht werden. Das Verfahren des Zylinders ist hierbei weggesteuert.

Jeder Lastfall wird mit einer Haltezeit von mindestens 3 Sekunden auf der jeweiligen Soll-Last durchgeführt. Währenddessen werden Verformungen und das Verhalten der Kupplungseinbindung beobachtet.

Versuchsaufbau für den Seilwinkel von 40° nach unten. Dafür wird der Rumpf in Rückenlage gedreht.

Beim ersten Versuch (1.a) wird außerdem der Ausklinkmechanismus geprüft – die Kupplung darf trotz Belastung durch 6600N eine vorgegebene, maximale Entriegelungskraft durch den Piloten nicht überschreiten.


Ergebnisse und Bewertung

Die AK-X bestand alle Belastungsfälle ohne strukturelles Versagen.
Die Soll-Lasten von 10.5 kN wurden erreicht, ohne dass dauerhafte Verformungen oder Schäden auftraten. Die Kupplung blieb funktionstüchtig, und die Verbindung zum Rumpf zeigte keine Rissbildung oder sonstige Schäden.

Ein großer Dank gilt hier wieder der „Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine“ , speziell Dipl.-Ing. Alexander Britner und Jens Gaudig, die uns mit Messtechnik und bei der Versuchsdurchführung wieder sehr unterstützt haben.

Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Zulassung und in die Luft!

Das gefinishte Winglet mit einlackiertem Wettbewerbskennzeichen AK-11

Monatsupdate Juli/August

AK-X

Wie im letzten Monatsupdate angekündigt war das Ziel für die nächsten beiden Monate das hydraulische Fahren beider Fahrwerke. Es ist immer ein bisschen spannend, das erste Mal Druck auf ein neues System zu geben. Wir dürfen berichten, dass das ohne größere Probleme funktioniert hat!


Dann stand als nächstes der Bugkupplungs-Belastungsversuch, welches dankenswerterweise bei der „Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine“ durchgeführt werden durfte. Für den Nachweis der Bugkupplungsbefestigung wurde hierfür bei unterschiedlichen Richtungen mit einer Kraft von circa 10kN gezogen. Zusätzlich wurde die Kraft gemessen, die beim Entriegeln unter 6600N Zugkraft vom Piloten aufgebracht werden muss. Bei der AK-X ist die Bugkupplung im Bugfahrwerk integriert. Auch hier hat alles geklappt und es kam zu keinen Verformungen.

Der Rumpf der AK-X, eingespannt für einen Lastfall des Bugkupplungs-Belastungsversuch

Währenddessen wurden die Flügel und Winglets gefinisht. Wir haben uns hier für einlackierte Zahlen- und Wettbewerbskennzeichen entschieden um einem frühzeitiger turbulenten Umschlag vorzubeugen. Flügel, Ruder und Winglets sind somit fertiggestellt und werden in nächster Zeit von unserem Prüfer abgenommen werden.

Das gefinishte Winglet mit einlackiertem Wettbewerbskennzeichen
Ein gefinishtes Winglet mit einlackiertem Wettbewerbskennzeichen

Die nächsten Schritte sind jetzt die Lackierung des Innenraums, bevor auch der Rumpf gefinisht wird. Zuvor wurden die Verkleidungsteile konstruiert und gefertigt, um die Steuerung vor herumfliegenden Kleinteilen zu schützen. Die Steuerung wurde ausgebaut, Unebenheiten im Rumpf verspachtelt und die ausgebauten Stahlteile zur Beschichtung vorbereitet, um Korrosion zu verhindern.

Parallel ging es auch bei den Nachweisen weiter, die für einen Erstflug genauso wichtig sind, wie ein fertiges Flugzeug. So wurde zum Beispiel eine erste Version des Flughandbuches und viele weitere Nachweise beim Luftfahrtbundesamt eingereicht, welche dann von unserem Betreuer dort überprüft werden. Baudokumentation und Wartungshandbücher befinden sich ebenso aktuell in der Erstellung.

AK-11

In den letzten zwei Monaten ging die Arbeit am Demonstratormodell weiter voran. Die Schalen sowie der Holm, der allerdings nur als Mock-up dient, wurden fertiggestellt. Da in der bereits weitgehend gebauten, ursprünglich geplanten Steuerung Fehler festgestellt wurden, musste diese leider noch einmal neu konstruiert und gefertigt werden. Alle Teile der neuen Steuerung sind inzwischen hergestellt und somit bereit für den finalen Einbau. Auch das hintere Ruder wurde bereits laminiert und lackiert, und die Ruderscharniere wurden in den Flügel eingeklebt. Auch die Bogenführung welche als Lagerung für die Vorderkantenklappe dient, wurde von einer externen Firma gefräst und ist Bereit für den Einbau.

Außerdem wurden Auslegungsarbeiten durchgeführt, unter anderem im Bereich der Aerodynamik sowie zum Thema Holmbau.

Twin Projekt XOJ

Am XOJ wurde vor allem an der frisch laminierten rechten Fläche weitergearbeitet. Einige kleinere Stellen wurden geschäftet. Der größte Teil Unterseite wurde nachbearbeitet und durch viel Schleifen und Spachteln auf die Lackierung vorbereitet. In einem Rennen gegen steigende Außentemperaturen, haben wir die Fläche schließlich Mitte August, frühmorgens lackiert und bereits mit dem Einschleifen begonnen. Wegen verbliebener Unebenheiten wird aber ein weiteres mal lackieren nötig sein.
Zudem wurden auch am Rumpf Vorbereitungsarbeiten zum Lackieren (Spachteln&Schleifen) vorgenommen.

idaflieg Sommertreffen

Auch dieses Jahr waren einige unserer Mitglider wieder auf dem Sommertreffen der Idaflieg dabei. Dort gab es dieses Jahr neben der Flugleistungsvermessung einiger Serienflugzeuge und dem Zachern auch zwei Karlsruher Sondermessprojekte:

Um eine Digitalisierte und Kontinuierliche Untersuchung der bisher mit analogen Methoden durchgeführten Flugeigenschaftsuntersuchung zu bieten, hat eines unserer Mitglieder die in den letzten Jahren entwickelte Messbox der AK-8 weiter verbessert und mit einem Loggersystem ausgerüstet. Die Steuereingaben werde dabei mit einem Kamerasystem aufgezeichnet. In mehreren Flügen konnten die Bewegungsachsen des Flugzeugs einzeln angeregt und die Antwort des dynamischen Systems aufgezeichnet werden.
In der Auswertung geht es nun darum zu untersuchen, wie stark sich das digitale Modell bei gleichen Ausgangsbedingungen und Steuereingaben von den aufgezeichneten Daten unterscheidet. In der nächsten Zeit werden wir hierzu einen eigenen Blogbeitrag veröffentlichen.

Im zweiten Sondermessprojekt hat sich ein anderes Mitglied mit der Anwendbarkeit von LoRa (Long Range-Funktechnologie) im 2,4GHz Band zur Echtzeitübermittlung von Messdaten aus dem Flugzeug an eine Bodenstation beschäftigt. Die ersten Versuche waren erfolgsversprechend!